14. Dezember…

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Heute erzählen wir von Tamara und ihren zahlreichen Aufs und Abs. Mehrmals quasi tot, ist sie immer wieder ins Leben zurückgekehrt. Ihre Geschichte liest sich unglaublich intensiv und packend und sie hat alles davon ertragen (müssen)!

Wir wünschen Dir einfach eine ruhige und glückliche Weihnachtszeit mit Deiner Familie! Hoffentlich wirst du jetzt endlich für lange Zeit von weiteren Schicksalsschlägen verschont! 🍀💪🏻🏆

Ich heiße Tamara Maier und bin am 08.11.1984 in Zagreb/Kroatien geboren. Schon recht früh zeichnete sich ab, dass ich es nicht immer leicht haben werde in meinem Leben. Meine Diagnose lautete DCM (Dilatative Kardiomyopathie), woher die kam weiß bis heute niemand.

Mit vier Jahren meine erste Herz OP – künstliche Herzklappe in Ljubljana, Sie half aber nicht, mit fünfeinhalb Jahre die nächste Herz-OP in Graz, half aber auch nicht. Irgendwann war ich dann leider so schlecht beinander, dass die Ärzte sagten, es hilft alles nichts, irgendwann wird sie ein neues Herz brauchen.

Als ich dann sieben Jahre alt war, musste es schnell passieren, denn ich war sehr sehr schwach. Die Ärzte gaben mir nicht mehr lange zu leben…

Irgendwann kam dann ein Anruf, ein Herz sei da. Der RTW kam und holte mich – die Tasche ist immer bereit gewesen zum Einsatz. Mitten auf dem Weg ins Krankenhaus sagten die Eltern des Kinder leider wieder ab und ich musste wieder heim. Das war ein echter Schock!

Es folgen dann weitere Untersuchungen und schlussendlich sagten die Ärzte ich habe nur mehr noch sieben Tage maximal, mehr würde ich nicht mehr schaffen. Diese Zeit sollte ich zu Hause verbringen. Am vierten dieser Tage feierten wir gerade den Geburtstag von meiner Mutter nach und aus heiterem Himmel kam DER ANRUF – EIN HERZ IST DA!

Es ging sofort mit dem RTW nach München/Großhadern ins Krankenhaus. Ich wurde vorbereitet und alles in die Wege geleitet und ich für die Transplantation fertiggemacht, aber ich kann mich leider an sogut wie gar nichts erinnern von dieser Zeit im Krankenhaus. Einen HSM (Herzschrittmacher) bekam ich auch, da die Chirurgen unglücklicherweise den Sinusknoten vom Herz verletzt haben.

Nach der erfolgreichen Transplantation war ich noch wochenlang im Krankenhaus, denn ich musste natürlich alles von vorne lernen. Gehen, sprechen, essen, trinken, alles einfach! Es war eine schwere Zeit für alle Betroffenen.

Mir ging es aber immer besser und besser. Ich konnte dann auch wieder in die Schule gehen, Freunde treffen und alles was man als so Kind macht. Aber alles natürlich mit Einschränkungen. Alle mussten immer desinfiziert werden, wenn sie zu Besuch kamen und es musste immer alles sehr steril sein bei uns. Heute ist alles sehr viel leichter, aber zwei Mal im Jahr muss ich natürlich auch weiterhin nach München Großhadern zur Kontrolle.

Im Jahre 2001 lernte ich mit 16 Jahren meinen Mann kennen. Wir heirateten am 07.07.2007 und unser Glück machte die Geburt unserer kleinen Tochter Alessia Cataleya perfekt. Sie kam am 12.12.2012 in München Großhadern gesund und munter zur Welt. Wir leben in Österreich/Kärnten in unserem Haus das wir ebenfalls 2007 gemeinsam gebaut haben.

Das Glück sollte aber anscheinend nicht ganz ungestört von Statten gehen, und so erlitt ich am Karsamstag diesen Jahres am 26. März einen schweren Herzinfarkt. Ich fiel zu Hause um und hatte Herzkreislaufstillstand. Mein Mann reanimierte mich und rief sofort Rettung an. Die Ärzte haben 45 Minuten gebraucht um mich „flugtauglich“ zu bekommen. Es war furchbar für alle. Ich kenn alles nur von Erzählungen von meinem Mann. Der Rettungshubschrauber brachte mich ins Krankenhaus und dort erlitt ich wieder einen Herzstillstand. In letzter Sekunde wurde ein Herzkatheter gemacht und mir ein Stent gesetzt. Ich lag dann eine Woche im künstlichen Tiefschlaf und weitere zwei Wochen auf Normalstation. Hier musste ich wieder alles nochmal „lernen“. Gehen, schlucken, essen – es war sooo schwer für mich das zu ertragen. Ich war mir allem bewusst und ich hätte nur schreien können.

Nun gut, auch das überlebte ich Gott sei Dank. Ich kam dann bald wieder nach Hause und vier Wochen später trat ich auch schon die REHAB an. Nach der vierwöchigen Rehab ging es mir schon wirklich gut. Jetzt habe ich aktuell die Rehab Phase 3 und mache zwei Mal die Woche überwachtes Ergotraining hier bei uns in Klagenfurt.

Trotz allem lebe ich aber sehr glücklich mit all meinen Schicksalsschlägen und lasse mich nicht unterkriegen.

Was mich mit Weihnachten verbindet? Eine Gute Frage. Eigentlich wahrscheinlich alles das was andere Menschen auch damit verbinden. Ruhe, Besinnlichkeit und Zusammenhalt – was eigentlich das ganze Jahr über so sein sollte, aber die Menschen leider immer erst merken, wenn sie etwas verlieren/verloren haben oder wenn es zu spät ist.

In diesem Sinne ein frohes Fest euch allen und eueren Familien.

Wer viel Geld hat, ist reich. Wer keine Krankheit hat, ist glücklich. Chinesisches Sprichwort.

Ganz liebe Grüße, Eure Tamara

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