19. Dezember…

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Today’s story is told by Anne from Sweden. She grew up in Germany but emigrated to Sweden a few years ago. Because of getting some emotional distance to the topic and her experiences she wrote her memories in English.

Hej från Sverige!

My name is Anne and I am 28 years old. It has been some time that I have been silently reading this calendar with all those wonderful stories full of hope and full of life.
Today it is time for my story that I would like to share with you. Where to start?

I have been ill my whole life, so that is why I don’t always consider myself being ill, it is just me and a trait of my personality that happens to be different from other people. From the day I was born, it was clear that I would need dialysis and a donor kidney one day. I grew u with regular visits to the doctor, pills, talks about kidney and blood test results. My parents and I tried our best to avoid dialysis, but in December 1996, there was no avoidance anymore: I had to go on dialysis. We prepared for months, possible years on the waiting list, only to be really lucky: on February 15th, 1997, the call came and so did my new kidney.

Only when I am writing this, do I realize that I have been living with this kidney for nearly 20 years now. There were of course ups and downs like problems with kidney inflammations, wild teenage years, side effects of medications, but all in all I am considering myself lucky and I have had a normal life.

I always wanted to be “normal” (whatever the definition of this might be ): I went to school, I was eager to go abroad on an exchange year, which I did in the school year 2005/2006. I spent a wonderful year in Finland and not only learning a new language or school system but also health system. I graduated from highschool, did my bachelor, my master and did internships. In order to be able to do this, I had a supportive family and friends. Also the openness about my illness helped me a lot. This means that all my teachers in school, all my professors at university and now nearly all my colleagues at work know about my condition. This doesn’t always mean that they understand the daily challenges like medication times on business trips or doctor’s visits squeezed into a full week of meetings, but it gives them a chance. I have always been open about my kidney and so far this has made life a lot easier.

All these single points have now brought me to working for Mercedes-Benz Finans in Malmö, Sweden. I live with my dog, a wild 16 month-old Labrador-girl named Vinnie in Sweden and enjoy the relaxed lifestyle up here.

I wish you all the strength to dream, to live your life, courage and happiness.
God jul och got nytt år!

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Unsere heutige Geschichte stammt von Anne aus Schweden. Sie ist in Deutschland aufgewachsen, aber vor ein paar Jahren nach Schweden ausgewandert. Um etwas emotionale Distanz zum Thema und zu ihren Erlebnissen zu wahren, hat sie uns ihre Erinnerungen auf Englisch geschrieben.

Hallo aus Schweden!

Ich heiße Anne und bin 28 Jahre alt. Es ist schon ein bisschen her, dass ich diesen Kalender mit all seinen wunderbaren Geschichten, die voll von Hoffnung und Leben sind, gelesen habe. Heute ist es Zeit für meine Geschichte, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Wo soll ich nur anfangen?

Ich bin schon mein ganzes Leben krank, sodas ich mich eigentlich gar nicht mehr krank sehe. Es bin einfach ich, an dessen Person ein Teil sich von anderen Menschen unterscheidet. Vom Tag meiner Geburt an, war es klar, dass ich eine Dialyse und eines Tages eine Spenderniere brauchen werde.

Ich bin mit regelmäßigen Besuchen beim Doktor, Tabletten, Gesprächen über Nieren und Bluttestergebnissen großgeworden. Meine Eltern und ich versuchten unser Bestes um die Dialyse zu vermeiden, aber im Dezember 1996 gab es einfach kein Entkommen mehr: Ich musste zur Dialyse gehen. Wir haben uns auf Monate, möglicherweise Jahre auf der Warteliste eingestellt – aber wir hatten Glück: Am 15. Februar 1997 kam der Anruf und damit meine neue Niere!

Nur wenn ich das hier schreibe, realisiere ich, dass ich mit dieser Niere bereits seit 20 Jahren lebe. Natürlich gab es Hochs und Tiefs, wie zum Beispiel Probleme mit einer Nierenentzündung, wilden Teenagerjahren, Nebenwirkungen der Medizin, aber alles in allem habe ich mich glücklich schätzen können und hatte ein normales Leben.

Ich wollte immer “normal” sein (wie auch immer man normal definiert 😉 ). Ich bin zur Schule gegangen, ich machte ein Austauschjahr im Jahr 2005/2006. Dort habe ich ein wunderbares Jahr in Finnland verbracht, wo ich nicht nur eine neue Sprache ode rein neues Schulsystem kennenlernte, sondern auch ein neues Gesundheitssystem.

Ich machte meinen Highschoolabschluss, meinen Bachelor und Master und absolvierte Praktika. Um all dies zu tun, wurde ich sehr von meiner Familie und Freunden unterstützt. Auch die Offenheit meiner Krankheit gegenüber half mir enorm. Das bedeutet, dass all meine Lehrer in der Schule, meine Professoren an der Universität und nun fast all meine Arbeitskollegen über meinen Gesundheitszustand Bescheid wissen. Das bedeutet allerdings nicht immer, dass sie meine täglichen Herausforderungen wie Medikamentenzeiten auf Geschäftsreisen oder Arztbesuche die irgendwie in den Arbeitsalltag eingebaut warden müssen, verstehen, aber es gibt ihnen eine Chance. Ich war immer offen über meine neue Niere, und bisher hat es mein Leben ein großes Stück einfacher gemacht.

All diese einzelnen Punkte haben mich nun dazu gebracht, dass ich für Mercedes-Benz in Malmö, Schweden arbeite. Ich lebe mit meinem Hund, eine wilde 16 monatige Labrador Hündin namens Vinnie in Schweden und genieße den relaxten Lifestyle hier.

Ich wünsche Euch allen Kraft zu träumen, Euer Leben zu Leben, Courage und Glück. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

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