23. Dezember…

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Unser vorletztes Türchen ist Alexandra. Nach einem kurzen, schweren Krankheitsverlauf wurde sie durch eine Lebendspende ihrer Mutter gerettet. Einem größeren Akt der Nächstenliebe kann es kaum geben und es ist toll, dass sie durch dieses Geschenk nun wieder an die Erfüllung ihrer Träume glaubt und sie mit Freude und Energie in die Tat umsetzen kann 😃✌🏻️ und den falschen Fussballverein lassen wir ihr einfach mal durchgehen. Hauptsache es gibt wieder solche Erlebnisse 😎💪🏻🏆

Hallo, mein Name ist Alexandra und ich bin 20 Jahre alt. Mein Abi machen, danach ein freiwilliges soziales Jahr und dann studieren das waren meine Pläne. Doch es kam leider ganz anders….

Ich war 18 Jahre alt und auf dem Weg zum Abitur. Seit einiger Zeit fühlte ich mich zunehmend schlapp und müde, was sich durch eisentabletten und einer umstellung meiner Ernährung nur geringfügig verbessserte. Nach dem schriftlichen Abitur ging ich zum Arzt um meine Blutwerte checken zu lassen. Zwei Tage später kam der Anruf, ich müsse so schnell wie möglich ins Krankenhaus. Akutes Nierenversagen lautete die Diagnose.

Nur eine Woche später verkündeten die Ärzte im Krankenhaus man müsse eine Nierenersatztherapie einleiten, meine eigenen Nieren würden nicht mehr ausreichend funktionieren. Wodurch meine Nieren geschädigt wurden weiß man bis heute nicht. Fakt war, bald würde nur noch die Dialyse oder eine Nierentransplantation mich am Leben halten.

Die Ärzte setzten von Anfang an auf eine Lebendnierenspede einer meiner Eltern. Da es schnell gehen musste, um eine Dialyse möglichst zu vermeiden wollte, kam erstmal nur meine Mutter in Frage weil sie die gleiche Blutgruppe wie ich hat. Zwischen den etlichen Voruntersuchungen zur Transplantation legte ich noch meine mündliche Abiprüfung ab, und bestand so mein Abitur. Immerhin eins meiner Ziele konnte ich erreichen, die anderen rückten in unabsehbare Ferne. Statt nach dem Abitur zu feiern, zu reisen oder zu studieren, musste ich um mein Leben bangen.

Doch nach den unauffälligen Voruntersuchungen bei meiner Mutter und mir stand einer Transplantation nichts mehr im Wege. Am 11.8., weniger als drei Monate nach der Diagnose, war es so weit: ich bekam eine Niere meiner Mama transplantiert. Ich bin ihr unendlich dankbar für dieses Geschenk, durchdass mir die Dialyse und lange Wartezeit auf ein Spenderorgan vorerst erspart blieb.

Es ist nicht immer leicht mit der Situation umzugehen, wenn sich das Leben von jetzt auf nachher so schlagartig verändert. Aber wenn ich eins gelernt hab, ist es das Leben zu schätzen. Seit Oktober studier ich nun Biomechanik. Durch das Studium möchte ich später mit meiner Arbeit anderen Menschen helfen so wie mir durch eine Organspende geholfen wurde!

An meiner Geschichte sieht man, wie schnell es gehen kann dass man auf eine Organspende angewiesen ist. Und nicht alle haben das Glück so schnell ein Organ zu erhalten. Deshalb denkt daran, ihr könnt durch Organspende Leben retten und das Leben ist das größte Geschenk dass es gibt! In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes neues Jahr!

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